Nachdem im Jahre 2011 wichtige schulpolitische Entscheidungen gefallen waren (Gesamtschul-Bürgerentscheid in Pulheim, Vorlage des Pulheimer Schulentwicklungsplans 2011-2015, Schulkonsens NRW), beauftragte Bürgermeister Frank Keppeler zu Beginn des Jahres 2012 Prof. Burckhart damit, ausgehend von den Ergebnissen der Expertenkommission eine Modellskizze zur Weiterentwicklung und Ergänzung der Schullandschaft Pulheim (SLP) zu erarbeiten.

Ausgangssituation 2012

Die Schullandschaft Pulheim ist geprägt von einem sehr lukrativen Angebot an Grundschulen mit modernen pädagogischen Konzepten, guten Anbindungen an die KiTas und zunehmend optimalen Vernetzungen mit den weiterführenden Schulen. Das Profil der weiterführenden Schulen ist unterschiedlich ausgeprägt und eindeutig auf die Etablierung des gebundenen Ganztages ausgelegt, entspricht im Ganzen aber klassischen Anforderungen.

Pulheims Schullandschaft – sowie die ausgesprochen gute Kooperation der Schulen mit Freien Trägern und Vereinen – bietet aber die Chance, aus den als Mosaik vorhandenen Elementen eine Gesamtkonzeption zu entwickeln. Dies kann keine klassische Gesamtschule sein, die sich nur als weitere Schulform neben andere Schulangebote stellen würde, sondern müsste ein Schulmodell inklusiven Lernens, auf reformpädagogischen Konzepten aufsetzend, sowie eine in Kooperation mit umliegenden Kommunen vorzuhaltende Berufskollegausrichtung sein.

Vorgehen zur Entwicklung eines Modells

Aus dem Bildungsbeirat heraus sollte eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines Modells gebildet werden. Diese sollte möglichst alle Interessensvertretungen sowie externe Kompetenz einbinden. Für einzelne Arbeitsschritte sollten projektgebunden Untergruppen gebildet werden, die bei ihrer Arbeit ebenfalls externe Expertisen hinzuziehen. Vertreter der Vereine sowie die entsprechenden Verwaltungs- und politischen Instanzen (Schulministerium, Bezirksregierung, Kreis) sind frühzeitig einzubeziehen.

Als Realisierung sollte das Schuljahr 2013/14 zur Einrichtung der entsprechenden Schulformate angestrebt werden.

Modellskizze für die Schullandschaft Pulheim – ein denkbares Szenario

1. Campus Escher Straße: Reformschule Pulheim

Es wird eine reformpädagogische Modellschule – inklusiv geöffnet, sich auf andere Schulformen hin offen haltend und mit dem Fokus „Gemeinsames Lernen“ von Klasse 1-10/13 – eingerichtet.

Eine Schul-Neugründung wäre zu bevorzugen; realistischer und kurzfristiger realisierbar ist ein System aus

  • Weiterentwicklung/Spezialisierung der Grundschulen
  • Entwicklung eines anschlussfähigen Konzeptes für die Jahrgangsstufen 5-10
  • und Weiterentwicklung von Teilen der gymnasialen Oberstufe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) zur anschlussfähigen Oberstufe.

Aufgrund der Zugänglichkeit, der Erreichbarkeit und der Vernetzbarkeit mit GSG und Marion-Dönhoff-Realschule (MDRS) wäre als Kernstandort für alle SchülerInnen der Reformschule die Anlage der jetzigen, wegen mangelnder Nachfrage auslaufenden Hauptschule (Escher Straße) prädestiniert.

2. Campus Brauweiler: Sekundarcampus

Es wird ein Sekundarcampus mit der instutionalisierten Kooperation in den Klasen 5/6 und 9/10 unter je eigenem thematischen Schwerpunkt der Schulen und individueller pädagogischer Konzeption eingerichtet.

Der bevorzugte Standort wäre das Schulzentrum Brauweiler. Die Arthur-Koepchen-Realschule (AKRS) würde als Sekundarschule mit gymnasialem Standard formal die Auflösung der Hauptschule auffangen und sich ein eigenes pädagogisches Konzept geben, aufbauend auf der bestehenden MINT-Stärke (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).

Das Abtei-Gymnasium Brauweiler (AGB) könnte den bilingualen und ggfs. den kulturellen Schwerpunkt ausbauen und in Kooperation mit den Nachbargemeinden einen Berufskolleg-Zweig einrichten.

3. Campus Pulheim Mitte: Gemeinsames Lernen

Die Umsetzung der vorstehenden Vorschläge vorausgesetzt, ist der Campus Mitte eng zu vernetzen mit der Arbeit und den KollegInnen der Reformschule und soll den SchülerInnen jederzeit Quereinstiege bieten. Die pädagogische Arbeit dort soll sich selbst schulformübergreifend pädagogisch nach dem Konzept gemeinsamen Lernens ausrichten.

Leitend sollten hier etablierte Formen Individueller Förderung und komm-mit-Strukturen sein. Hierzu wären beispielsweise gemeinsame Teil-Kollegien in 5/6 und ggfs. in 9/10 zu planen und entsprechende Übergangsszenarien zwischen MDRS und GSG sowie je zur Modellschule fest zu etablieren. Weitestgehend ist an diesem Standort auch Inklusion denkbar.

Stand der Dinge

Die Ausarbeitung zur Entwicklung der Schullandschaft Pulheim von Prof. Burckhart wurde im Bildungsbeirat umfassend diskutiert und positiv bewertet. Der Stadtrat folgte in seiner Sitzung vom 27.03.2012 der Empfehlung des Beirats und beschloss das Konzept.

Unmittelbar darauf reichte die Stadt beim NRW-Schulministerium einen Antrag auf Einrichtung einer Reformschule ein. Da nur eine begrenzte Zahl von Kommunen den Zuschlag erhält, war diesbezüglich Eile geboten.

Vor der Einrichtung der neuen Schulformen ist eine Bedarfsermittlung in Form einer Elternbefragung durchzuführen. Davor steht eine umfängliche Elterninformation in Form von Informationsveranstaltungen in den einzelnen Ortsteilen.

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